Du als selbstständiger Handwerker - sicher und erfolgreich

Hurra – ich werde Unternehmer!

Blogbild - Hurra, ich werde Unternehmer

Ich spüre förmlich Dein Feuer, Deine Leidenschaft, Deinen unsagbaren Hunger, endlich frei zu sein und auf eigenen Beinen zu stehen. Das ist grundsätzlich eine hervorragene Einstellung, die Du noch lange brauchen wirst. Für mich ganz persönlich steht fest: Den Weg als Unternehmer, als Mensch mit freien beruflichen Entscheidungen zu gehen, bekommt man in die Wiege gelegt. Diesen inneren Wunsch kann man weder lernen, noch eingeredet bekommen. Dieser Wille, etwas eigenständig, anders und besser machen zu wollen, sind Wesenszüge tief im Inneren. Und wenn das einmal zum Vorschein kommt, wird Dich niemand davon abhalten können. Wirst Du in die Selbstständigkeit gedrängt, wird das auch nix, weil Du Dir dann immer selbst im Weg stehst.
Ich habe meinen Schritt bis zum heutigen Tag nie bereut und ich schreibe sicher keine “Bilderbuch”-Karriere. Jeder Schlag tief in die Magengrube hat mich dazu bewogen, Fehler zu analysieren und es beim nächsten Mal anders und besser zu machen. Mut, Power und Durchhaltevermögen ist das, was mich auszeichnet und auch das, was ich Dir von Herzem wünsche.

Bevor Du nun aber losstürmst, halte etwas inne. Auf Deinem Weg zum Ziel musst Du ja nicht unbedingt die Steine zertrümmern, die man eigentlich für Dich schon zur Seite geräumt hat… Also lass uns gemeinsam Schritt für Schritt wesentliche Punkte durchgehen, die Dir helfen, von Beginn an kluge Entscheidungen zu treffen und ein gutes Start-Up hinzulegen.

Die Idee

Was auch immer bis heute passiert ist, hinter Deiner Idee zur Selbstständigkeit stecken Gedanken, Träume, Vorstellungen und Überzeugungen. Lass uns das sortieren und überprüfen. Da wir uns hier in werkzeug-kauf.de bewegen, gehe ich davon aus, das Du irgendetwas ganz grob in die Richtung Handwerk planst.
Vor langer Zeit hat man sich auf seine “4 Buchstaben” gesetzt und einen Businessplan erstellt. Im Prinzip war das nicht verkehrt, da man somit das erste Mal intensiv Recherche betrieben hat, um festzustellen, ob zwischen Träumen und Realität ein Bezug hergestellt werden kann. Es ist unerheblich, ob Du Dich mit einem Produkt oder einem bestimmten Leistungsangebot selbstständig machen möchtest. Wichtig ist zu wissen, ob Du auf dem Markt eine Chance hast. Deine erste, wirklich intensive Analyse wird Dir die Augen öffnen, ob Dich das, was Du machen möchtest, über kurz oder lang schlicht und ergreifend ernährt, ob das Ganze sicher und ausbaufähig ist und ob es dann auch einen Plan B gibt.
Und da früher ja nicht immer alles schlecht war, nimm Dir doch die Zeit und klopfe Deine Idee gründlich ab.

  • Schlüssel-Partner: Wer kommt als Partner in Frage?
  • Schlüssel-Aktivitäten: Welches sind die wichtigsten Tätigkeiten, um dieses Geschäftsmodell in die Tat umzusetzen?
  • Nutzen-Versprechen: Welchen Nutzen haben die Kunden, wenn sie das Produkt oder die Dienstleistung kaufen?
  • Kunden-Beziehungen: Wie können die in Frage kommenden Kunden gewonnen und gebunden werden?
  • Kunden-Arten: Welche ist die Kunden-Zielgruppe?
  • Schlüssel-Ressourcen: Welche Ressourcen sind unverzichtbar?
  • Vertriebs- und Kommunikations-Kanäle: Wie erfahren Kunden von dem Angebot? Wie bekommen sie es?
  • Kosten: Welches sind die wichtigsten Ausgaben, ohne die das Geschäftsmodell nicht funktionieren würde?
  • Einnahmequellen: Woher kommt in diesem Geschäftsmodell das Geld?

Diese Links helfen Dir auf alle Fälle weiter, um Dich professionell vorzubereiten:

IHK München – Businessplan

Mustervorlage Businessplan als Word-Dokument zum Download

Mustervorlage Finanzplan als Excel-Dokument zum Download

Mustervorlage Liquiditätsplan als Excel-Dokument zum Download

Ein guter Businessplan belegt das Potential deiner Idee. Banken und Investoren sollten ihn sofort verstehen können.
Dein Businessplan sollte enthalten:

  • Klare Gliederung
  • Informationen zu dir, dem Gründer oder Gründerteam
  • Angebot- und Kundennutzen
  • Marktanalyse
  • Konkurrenzanalyse
  • Zielgruppenanalyse

Einzelkämpfer oder Partnergesellschaft

Du hast nun einen wesentlichen Teil hart erarbeitet, bist ins Schwitzen gekommen, hast unglaublich viele Sachen hinterfragt, Dir neutrale Meinungen aus engstem familiären Kreis angehört und alle Zweifel aus dem Weg geräumt. Nun ist es Zeit für den nächsten Schritt!
In Deutschland gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten, eine Firma zu gründen. Ob Du das Vorhaben allein stemmen möchtest oder an Deiner Seite ein oder mehrere Partner diesen Plan angehen wollen, es gibt auf alle Fälle Grund genug, um sich darüber vorab Gedanken zu machen und klar festzulegen, in welche Richtung der “Hase” läuft. Denn jede Entscheidung zur Gesellschaftsform bestimmt den grundsätzlichen Kapitaleinsatz, bringt gewaltige Vor- und Nachteile mit sich und entscheidet über Haftungsrisiken, Handlungsfreiheiten und geschäftlichen Einschränkungen.
Schauen wir uns doch einmal in Ruhe und übersichtlich sortiert Deine Möglichkeiten an:

Die Gesellschaftsformen in Deutschland

Einzelunternehmen

Der einfachste Weg, um als Handwerker, Dienstleister oder ähnlich sich mit einer Gewerbeanmeldung selbstständig zu machen.

+ Du bist Dein eigener Herr.
+ Dein Kapitalaufwand ist gering.
+ Kein Mindestkapital
+ Du hast die volle Kontrolle.
– Du haftest voll mit Deinem Privatvermögen.
– Hast Du wenig private Rücklagen, bist Du nicht kreditwürdig und bekommst schwer Waren und Güter auf Lieferschein.
– Keine automatische Trennung der geschäftlichen Finanzen.

Ein-Personen-GmbH

Kann direkt gegründet werden oder aus einem Einzelunternehmen heraus umgewandelt werden.

+ Die GmbH stellt juristisch eine eigene Person dar.
+ Du haftest mit Deiner Kapitaleinlage.
+ Du bist kreditwürdig und besitzt wirtschaftlich einen besseren Status.
– Du bist Angestellter Deiner Firma
– Anmeldung komplizierter, Notarieller Eintrag nötig, Handelsregister nötig, Doppelte Buchführung
– Mindestkapitaleinlage: 25000 €

UG haftungsbeschränkt

Gründerform als kapitalwachsende GmbH

+ Kapitaleinlage variabel und Aufstockung je nach Wachstum
+ Haftungsrahmen nur mit eingelegtem Kapital
– nur mit privater Haftung kreditwürdig
– geschäftliche Kooperationen sehr eingeschränkt

Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)

Ein einfacher Zusammenschluß von Menschen, die auf gleichen Gewerbeschein angemeldet sind.

+ Keine Kapitaleinlage notwendig
+ für jede Geschäftspartnerschaft geeignet (Kleingewerbe, Freie Berufe, Arbeitsgemeinschaft)
+ großer Freiraum für Einzelnen möglich
– Alle Teilhaber haften privat voll
– keine Verträge, Bestimmungen usw. nötig – alle sind gleichberechtigt
– gefährlich bei hohen Vermögenswerten.
– Handlungsbestimmungen, Bereichsaufteilungen, Befugnisse und vieles mehr nur mit notariellen Verträgen sicher umsetzbar.

Offene Handelsgesellschaft (OHG)

Wird die GbR automatisch ab Umsatzüberschreitung oder hohe Zusatzeinlagen in das Gesellschaftsvermögen

+ Hohes Ansehen wegen Bereitschaft hoher Privathaftung
– Vollhaftung aller Gesellschafter mit Gesellschafts- und Privatvermögen.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)

Firmengründung mit 2 oder mehreren Personen und einer Kapitaleinlage von 25000 €

Siehe Einzel-GmbH
Gesellschaftervertrag notariell nötig.

Kommanditgesellschaft (KG)

Du als Einzelunternehmer (Komplimentär) und Investoren, Teilhabern, Geldgebern (Kommanditisten)

+ Kapitalvermögen hoch
+ Komplimentär führt die Geschäfte allein
– Komplimentär haftet voll, Kommanditisten nur mit Einlage
– Kommanditisten sind an allen Geschäften beteiligt

GmbH & Co. KG

GmbH als Komplimentärin mit Haftungskapital und Gesellschafter als Kommanditisten

+ für Unternehmer, die ihre Haftung beschränken und die Flexibilität einer Personengesellschaft (im Unterschied z. B. zur GmbH) genießen wollen
+ KG mit GmbH (anstelle einer natürlichen Person) als persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin)
+ Kommanditisten (Teilhaber) sind die Gesellschafter der GmbH
– Entscheidungsbefugnis liegt allein beim Komplimentär
– Vertraglich aufwendig und Notar notwendig
– Handlungsfreiheiten eingeschränkt

Die Entscheidung und Vorsichtsmaßnahmen

Mit Deiner Entscheidung, welche gesellschaftliche Rechtsform gewählt wird, werde ich Dir nun ein paar Tipps mit auf den Weg geben, die zumindest in der ersten Zeit bei einfachen Geschäftsgründungen Probleme abwenden, die unweigerlich auf Dich zukommen.

  • Als Einzelunternehmer bist Du Vollhafter. Auch privat und darüber hinaus. Ich möchte Dir nicht unnötig Angst machen, dennoch solltest Du Dir im Klaren darüber sein, dass jede Entscheidung, jedes Handeln und jede Leistung bei Kunden Auswirkungen auf Dein Privatvermögen und das Vermögen Deines Partners, Deiner Kinder oder Deiner Eltern hat. Ja – auch Deine Verwandschaft ersten Grades ist betroffen. Ob uns das gefällt oder nicht.
    Wenn ich davon ausgehe, dass bei größeren Anschaffungen für Dein Unternehmen genug Sicherheiten vorhanden sind und wenn nicht, sowieso Sicherheiten von der Familie hinterlegt werden müssen, solltest Du Dich aber auf alle Fälle vorab nach einem guten Versicherungsanbieter umsehen. Obwohl ich zu diesem Thema noch einen extra Bereich erstelle, möchte ich hier gleich zu Beginn auf die Haftung bei Baustellenschäden aufmerksam machen. Es ist sehr wichtig für Dich, wenn etwas auf der Baustelle passiert und dem Kunden ein Schaden entsteht, dass Du hierfür auf alle Fälle eine “Notfall”-Versicherung im Rücken hast. Ein kleines Loch im Wasserrohr kann Schadenssummen verursachen, an die wir beide gar nicht erst denken wollen. Dafür die berufliche und private Zukunft aufs Spiel zu setzen, wäre ein sehr hoher Preis…
  • Bei einer GbR finden sich sehr oft Freunde zusammen, die eine Idee umsetzen wollen. Bis zu diesem Zeitpunkt ist auch alles easy und auch erste kleine Stolpersteine und Meinungsverschiedenheiten werden meistens in geselliger Runde wieder gerade gebogen. Keiner glaubt in diesem Moment an gerichtliche Schlichtung, Unterlassungsklagen oder Anwaltsbeauftragungen. Aber….
    Gerade bei dieser Gesellschaftsform sollte vor dem Gang zum Gewerbeamt alles und ich meine wirklich alles schriftlich ausdiskutiert und festgehalten sein. Es geht hier nicht um Bevorteilung, Kleinkariertheit, Engstirnigkeit oder Misstrauen – hier geht es um reinen Menschenverstand und der Tatsache, dass bei Geld die Freundschaft aufhört. Das ist Fakt.
    Und ich verspreche Dir, es wird immer schlimmer und angespannter, je erfolgreicher die Firma agiert – also dann, wenn richtig Kohle ins Spiel kommt.
    Folgende Punkte empfehle ich Dir mit Deinen Partnern vertraglich festzulegen (und ich würde es anwaltarisch sicher und notariell machen…)
  • Wer kümmert sich um welche Bereiche (Arbeitstechnisch, Buchhaltungstechnisch, Werbung, Produktion, Ausführung, Verhandlungen, Einkäufe usw.)
  • Wer darf bis zu welcher Höhe allein Ausgaben tätigen und ab wann müssen alle mündlich oder schriftlich zustimmen (schriftlich immer besser).
  • Wer kümmert sich um die Löhne der Angestellten und um die der Gesellschafter ( in dem Falle die Privatentnahmen, die dann gewinnversteuert werden) und bis zu welcher Höhe maximal bei welchen Umsätzen geschieht das (Privatentnahmen nach Umsatzstaffelung).
  • Was passiert bei Tod, Krankheit oder Berufsunfähigkeit eines Gesellschafters und darf dieser Gesellschafter frei einen Nachfolger bestimmen.
  • Vertragliche Festlegung bei zeitweisem Ausfall eines Gesellschafters (Geldfortzahlung bei Krankheit oder Auslandsaufenthalt).
  • Vertragliche Festlegung zur privaten Nutzung von Firmeneigentum.
  • Vertragliche Festlegung von Mindestarbeitszeiten und Nachweispflicht (unterschätze das nicht… wenn es läuft, steigt der Wunsch nach Freizeit…)
  • Darf prinzipiell ein Gesellschafter aussteigen, einen Nachfolger einsetzen und wie geht es dann mit dem Unternehmen weiter.
  • Festlegung von Entschädigungssummen, abhängig vom zu diesem Zeitpunkt bemessenen Firmenwert bei Austieg eines Gesellschafters (Ausstiegsklausel).
  • Festlegung von Ausstiegsfristen und -regeln. (Wer muss wie lange bei Ausstieg seinen Bereich weitermachen, bis Ersatz gefunden ist. Gibt es Verschwiegenheitsklauseln? Schweigeverpflichtungen mit Haftungssummen? Kundenschutz? Produktschutz?)
  • Grundlegende Gewinnausschüttungen bei Gewinnermittlung nach Steuern und prozentualer Investitionsanteil zum Wachstum des Unternehmens.
  • Vertragliche Markenrechte und die Weiterführung von Marken bei Ausstieg eines Gesellschafters.
  • Vertragliche Ausführung, wer, wann und unter welchen Bedingungen die Gesellschaft auflösen, beenden darf.
  • Vertragliche Festlegung, wie und wann die Firma beendet oder aufgelöst wird (Liquiditätsabwicklung).
  • Vertragliche Festlegung, ob die Firma irgendwann die Gesellschaftsform ändert (Haftungskapital und Haftungsgrenze), ob dafür Rücklagen gebildet werden und ab welcher Umsatzgrenze die Firma eine GmbH oder ähnlich wird.

Money, Money, Money…

Gut, es steht fest. Businessplan fertig, Schlachtplan steht, die Rechtsform ist festgelegt.
Nun steht zum ersten Mal die Frage nach Geld. Geld, um das Notwendigste anzuschaffen und zu besorgen. Es bringt ja nichts, das Gewerbe anzumelden und dann nackt, wie Dich Gott erschaffen hat, loslegen zu wollen. Also je nachdem, in welcher Branche Du wie startest, gilt es hier nun allein oder gemeinsam zu entscheiden, was bereits vorhanden ist, in welchem Rahmen man starten kann und was zwingend notwendig ist, neu oder gebraucht zu besorgen. Beginnen wir in banalen Schritten und nehmen uns auch Deinen Businessplan zur Hilfe, denn da wurden schon einige Sachen abgefragt.

  • Gibt es bereits eine Örtlichkeit, die Du/Ihr als Geschäftstreffpunkt, Geschäftsadresse, Lager, Büro nutzen könnt? Wenn ja, was kostet Dich das monatlich? Wenn nein, was ist zwingend notwendig und reicht zur Not erst einmal die Garage oder musst Du Dir keine Gedanken über dieses Thema machen. Hier noch etwas ganz WICHTIGES!
    Wenn Du frei entscheiden kannst, wo die Firma Ihren Sitz hat, dann mache Dich in Deiner Gegend kundig, welche Gemeinde oder Stadt den besten Hebesatz hat. Der Hebesatz ist die steuerliche Berechnungsgrundlage für Gewerbebetriebe und fällt sehr unterschiedlich aus. In der Regel ist Dein Standort in großen Städten spürbar teurer als im Randgebiet.
  • Wie sieht es aus mit Computer, Drucker, Telefon, E-Mail usw. bis hin zu Papier, Schreibzeug, Stempel, Visitenkarten etc.
  • Brauchst Du von Beginn an Angestellte oder geht es vorab allein. Prüfe, ob Du zur Ausführung von Leistungen, bürotechnisch oder marketingtechnisch Hilfe benötigst. Das kann zum Beispiel der Gerüstbauer für den Fassadenanstrich sein oder eine Bürokraft. Fixiere die Kosten und rechne sie mit ein.
  • Brauchst Du ein Firmenfahrzeug und wenn ja, was kostet ein Gebrauchter oder ist es finanziell jetzt schon möglich, einen Neuen zu kaufen, zu leasen oder zu finanzieren. Wer leistet dafür Sicherheiten.
  • Sind Werkzeug und notwendige Maschinen vorhanden oder benötigst Du neue oder gebrauchte Sachen. Wenn ja, was kostet mich das.
  • Brauchst Du spezielle Kleidung, Arbeitsschutzausrüstungen oder geht es erst einmal so.
  • Brauchst Du für Deinen ersten Auftrag spezielles Material, wo bekommst Du es her, wieviel brauchst Du davon, was kostet alles, um reibungslos ausführen zu können.

Der Weg zum Gewerbeamt – Gründung

Es ist soweit… das theoretische Geplänkel ist durch. Nun folgen Taten!
Aber HALT! Was meldest Du denn an? Geht das einfach so? Kannst Du frei entscheiden?
Prinzipiell ja – mit Folgen und Einschränkungen. Sofern Du nicht als reiner Kaufmann agierst oder eben Waren produzierst und verkaufst sondern ganz speziell Deine persönlichen Leistungen anbietest, musst Du vorab prüfen, ob Du diese Leistungen, zumindest hier in Deutschland, frei ausführen darfst. Und allein das bestimmt die Bezeichnung und beschriebenen Leistungen auf Deinem Gewerbeschein. Der ganz entscheidene Faktor ist das Anbieten von meisterpflichtigen Arbeiten. Und das solltest du hier nachfolgend vorab prüfen.


Solltest Du Dich für einen nachweispflichtiges Handwerk entscheiden wollen oder müssen und keinen Meistertitel in diesem Fach besitzen, bleibt Dir in der momentanen Situation nur die Möglichkeit zu einer Alternativwahl oder Du stellst einen Meister ein oder Du machst einen Meister zum Partner oder Mitgesellschafter.
Nun aber los auf das Gewerbeamt und vergiss Deinen Geldbeutel nicht. In der Stadt wird die Gewerbeanmeldung direkt kostenpflichtig fällig und beträgt zwischen 50 und 70 Euro.

Gründungsformalitäten

Zum Start Deines Unternehmens ist der Gang zu den verschiedenen offiziellen Stellen unumgänglich. Ob beim Finanzamt, beim Handelsregister oder bei der Handwerksrolle. Informiere dich, wo eine Anmeldung oder Registrierung notwendig ist, um deine Gründung rechtskräftig zu machen oder Rechtssicherheit zu schaffen. Manche Handwerker und Freiberufler müssen zudem fachliche Qualifikationen oder eine Zulassung nachweisen. Auch Fragen zum Markenschutz oder zu Patenten können für Dich schon wichtig sein. Vielleicht brauchst Du für bestimmte Tätigkeiten eine gesonderte Erlaubnis wie z. B. die Gaststättenerlaubnis für den Betrieb einer Gaststätte.
Wenn das alles erledigt ist, sind die formalen Wege erst einmal durch. Jetzt steht noch allgemein Unangenehmes an…

Persönliche und betriebliche Absicherung

Als selbstständiger Gründer bist Du in der Regel selbst für deine Absicherung verantwortlich, sowohl privat als auch betrieblich. Es ist daher wichtig für Dich zu prüfen, welche Absicherungen Du brauchst. Für Dich persönlich gehören dazu beispielsweise die Kranken-, Pflege-, Berufsunfähigkeits- und Unfallversicherung sowie die Altersvorsorge, die enorm wichtig ist. Notwendige betriebliche Versicherungen sind beispielsweise die Berufs- und Betriebshaftpflichtversicherung, die dich gegen Kosten durch Schäden im Betrieb oder auch durch Ansprüche Dritter absichern.
Verschaffe dir einen Überblick und informiere Dich, welche Absicherungen es gibt.

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