Du als selbstständiger Handwerker - sicher und erfolgreich

Selbstständig machen – Soll ich es wagen?

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Heiko Blog- und Beitragsschreiber bei werkzeug-kauf.de

Hallo, ich bin Heiko und fast 30 Jahre als Handwerker und Unternehmer selbstständig.
Ich begleite Dich in meinen Blog-Beiträgen auf dem Weg in die Selbstständigkeit und werde versuchen, Dir wichtige Schritte nahezubringen, Fehler zu vermeiden und gut als Unternehmer zu starten.

Weiterhin wird es von mir viele Tipps, Anregungen und Vorschläge geben, die Dich und auch erfahrene Selbstständige ein kleines Stück voranbringen und hoffentlich in der einen oder anderen Situation weiter helfen.

Ganz so einfach solltest Du es Dir nicht machen. Natürlich ist es jederzeit möglich, einfach ein Gewerbe anzumelden. Dennoch gibt es, gerade hier in Deutschland, genügend Vorschriften, Regeln und Verpflichtungen, die unmittelbar danach greifen. Da dieser Schritt Dein gesamtes Leben, Deine gewohnte Struktur und Deine Arbeitsweise ändern wird, solltest Du vor und während der Gründungsphase bestens vorbereitet sein.

Definition Selbstständig

Lass uns beide über den Tellerrand schauen.
Selbstständig zu sein, ist Segen und Fluch gleichermaßen. Natürlich bist Du, von aussen betrachtet, Dein eigener Herr. Du kannst tun und lassen, was Du möchtest, freie Entscheidungen treffen und kein Chef der Welt redet Dir in Deine Vorgehensweise herein. Die Kehrseite ist harte Realität. Alles was und wie Du etwas tust oder eben nicht, hat direkte Konsequenzen. Für jeden kleinen Weg, den Du einschlägst, wirst Du zu 100 % die Verantwortung tragen.

Ganz banal betrachtet, hast Du mit dem Schritt in die Selbstständigkeit auf einen Schlag ganz viele Chefs. Der oberste Geschäftsführer ist das Finanzamt und jede Institution, die in regelmäßigen oder sporadischen Abständen Deine Leistungen prüft und dafür Geld haben möchte. Alle Chefs darunter sind Deine Kunden. Sie beurteilen Dich und Deine Leistungen und entscheiden darüber, ob Du das Geld bekommst, was Du brauchst, um all Deine Abgaben, Ausgaben und Einkäufe abzudecken oder Dir auch ein paar persönliche Annehmlichkeiten zu gönnen. Du solltest also alles daran setzen, jeden Chef glücklich und zufrieden zu stimmen, um Erfolg zu haben.

Ich bin aber überzeugt davon, dass Du bereits voll motiviert und voller Leidenschaft bist, um Dich beruflich auf eigene Beine zu stellen. Ich helfe Dir mit meinen Erfahrungen und meinem Wissen von Beginn an gut und sicher Deine Selbstständigkeit zu starten oder Dein Unternehmen durch Prozess-Strategien zu verbessern. Wenn ich alles richtig mache, profitieren wir beide davon. Denn auch mein Shop basiert auf jahrelange Handwerks-Erfahrungen, auf die Du zurückgreifen kannst. Du wirst automatisch Freund und Kunde. So haben wir beide Erfolg und Glück.

Definition Erfolg

Jeder betrachtet Erfolg aus seiner eigenen Sichtweise und das ist auch gut so. Erfolg fängt im kleinsten privaten Bereich an und erstreckt sich über die größten beruflichen Schritte. Ebenso ist die Bemessungsgrenze und der Stellenwert für jeden sehr individuell. Das werde ich keinem streitig und auch nicht zur Grundsatzdiskusion machen.
Ich betrachte hier die Seite Deines Erfolges ganz schlicht an Fakten, die einen Selbstständigen ausmachen. Widmen wir uns also dem gewinnorientierten Erfolg.

Unser „großer Chef“ ( siehe Definition Selbstständig ) möchte Gewinne sehen. Denn nur aus diesem Grund bist Du aus seiner Sicht selbstständig. Bescheidenheit ist hier fehl am Platz. Mit jeder klugen Entscheidung, jeder cleveren Strategie, einer Top-Vorbereitung, Ausschöpfung aller Möglichkeiten und vollem Einsatz mit wachsener Erfahrung wirst Du Gewinne steigern, maximieren und dadurch Erfolg haben. Das Ganze ist simple Mathematik, Logik und Einhalten von Gesetzmäßigkeiten – denn Dein Erfolg ist messbar – messbar an monatlichen Zahlen, die zum Schluß auch Dich glücklich machen sollten.

Definition Glück

Glück hat millionen Facetten und jeder verbindet das Wort Glück mit ganz persönlichen Begebenheiten oder Momenten in seinem Leben.
Ein schönes Zitat von Francoise Sagan: „Man weiß selten, was Glück ist, aber man weiß meistens was Glück war.“

Um glücklich und zufrieden zu sein, braucht es keinen Lehrmeister und keinen Erfahrungsbericht. Schon gar keinen Blog. Deine prinzipielle Lebenseinstellung und Deine Grundhaltung sorgen für das grundlegende Glücksgefühl und gibt Dir die Kraft, positiv zu denken und zu sein.

Das Glück aus Sicht eines Unternehmers speziell in Symbiose mit Erfolg des Selbstständigen hingegen ist plan- und steuerbar. Zufälliges Glück gibt es – aber eben nur sehr selten. Sonst würden wir ja alle und jede Woche den Jackpott im Lotto gewinnen. Was dann wieder Pech wäre, da der Jackpott dann nur wenige Cent ausschüttet.
Also schauen wir nicht neidisch auf denjenigen, den die Glücksfee geküsst hat sondern packen wir beide es hier an, um uns das Glück zu erarbeiten. Solltest Du dann noch zufällig solch ein Glück haben, ist es ja um so besser.

Du forderst Dein Glück als Selbstständiger heraus, in dem Du Dich intensiv mit Deinen Produkten und Deinem Können beschäftigst. Mit dem Wissen darüber, welche Stärken Du hast und dass Du in einem Bereich eben etwas ganz Besonderes bist, analysierst Du den Markt und den Bedarf daran. An jeder Ecke die Werbetrommel rühren, Dein Umfeld informieren und Propaganda über Social Media betreiben heißt – das Glück kommt zu Dir. Bringe Dich in Gruppen ein und suche Kontakte, die ebenfalls in Deinem Segment sind und vielleicht schon wertvolle Erfahrungen gesammelt haben. Rede mit Herstellern und Zulieferern, wo gerade Trends liegen und wer zu den Kundengruppen gehört. Du wirst Dein Glück automatisch finden und kannst nun tun, wozu Du Dich entschieden hast. Selbstständig arbeiten und Geld verdienen.

Mit Deinem eisernen Willen, zu den Besten in Deinem Fach zu gehören und der Tatsache, dass sich das sehr schnell herumspricht und Du auch dafür sorgst, zufriedene Kunden schamlos aufzufordern, Dich auch rege weiterzuempfehlen, wird Dich das Glück sehr schnell ereilen, dass man Dir die „Bude“ einrennt. Mit Deinem Wachstum und der bleibenden Bescheidenheit wirst Du mit Deiner Arbeit Kunden zufrieden und glücklich machen. Und das kommt zu Dir zurück – garantiert!

Grundsätzliche Fehler vermeiden

Gleich zu Beginn dieses Blog’s und beabsichtigt vor allen anderen Themen möchte ich Neugründern, Newcomern, Start-Up-Leuten, Existenzgründern ein paar wesentliche Grundregeln mit auf den Weg geben, da ich schon viele sehr engagierte, talentierte Menschen kennengelernt habe, die zu schnell über sich selbst gestolpert und leider unternehmerisch gescheitert sind.

Aller Anfang ist schwer. Um so geiler ist das Gefühl, wenn das erste Mal Erfolg spürbar wird und für eine ewig lang wirkende Vorbereitung und die hart vollbrachte Leistung richtig Geld auf dem Konto landet.
Wer nicht von vornherein ein gesondertes Geschäftskonto, eine GmbH oder erfahrene Geschäftspartner hat, sollte schnellstens lernen, dass hohe Beträge nichts bedeuten und persönliche, private Wünsche gaaaaaanz zum Schluß kommen.

Sofern Du also Einzelunternehmer bist oder sich Deine Gesellschaft aus mehreren Vollhaftern (GbR oder ähnlich) zusammensetzt, beachte(t) folgende Grundprinzipien:

  • Regel 1: 20% des Erlöses bleiben unangetastet.
    Sofern Du nicht der Kleinunternehmer-Regelung unterliegst, stecken in 100% des eingegangenen Betrages derzeit 19% Umsatzsteuer. Alle Deine geschäftlichen Ausgaben, wie Materialeinkäufe, Werkzeug- und Maschineneinkäufe, Werkstattmiete usw. beinhalten ja auch eine Mehrwertsteuer, die monatlich mit der Einnahme und der darin enthaltenen Umsatzsteuer verrechnet werden. Grundsätzlich wird aber Deine Einnahme immer höher sein als Deine Ausgaben. Ansonsten machst Du Verlust. Die Umsatzsteuer wird bei den meisten Neugründern halbjährlich oder aller 3 Monate berechnet, was ich persönlich als sehr gefährlich einschätze. Die monatliche Abführung der Umsatzsteuer verleitet zumindest nicht zu übereilten Privatentnahmen.
  • Regel 2: Begleiche zügig Rechnungen.
    Du hast Material und Werkzeug eingekauft. Eine schnelle Bezahlung beim Lieferanten sichert Dir auf lange Sicht einen guten Status, sorgt für eine gute Basis für spätere Preisverhandlungen und hilft Dir, in Zukunft Skonti auszuhandeln. 2 bis 3% oder sogar mehr helfen Dir und Deinem Unternehmen in Summe gewaltig.
  • Regel 3: Gewinnauszahlung = Höhe der Rücklage
    Ein existenzielles Thema! Wußtest Du, dass Gewinne mit bis zu 48% versteuert werden? Jeder Einzelunternehmer hat einen monatlichen Freibetrag. Dieser ist nicht all zu hoch und richtet sich nach Steuerklasse, ob Du Single oder verheiratet bist oder Kinder hast. Auf alle Fälle greift hier der Spruch: „Zum Leben zu wenig – zum Sterben zu viel.“
    Achte darauf, dass Du jeden Betrag Deiner Privatentnahme in gleicher Höhe als Puffer auf dem Geschäftskonto oder sogar auf einem gesonderten Konto liegen hast. Somit schlägst Du 2 Fliegen mit einer Klappe. Zum Einen wirst Du am Jahresende nicht ins Schwitzen kommen, wenn das Finanzamt hohe Gewinnsteuersätze einfordert. Zum Anderen hast Du nach Abzug dieser Steuern Rücklagen zur Verfügung, um neu zu investieren oder Dir etwas zu gönnen. Setze diese Regel zwingend um, egal wie… Nimm 1,0 € privat raus, dann bunkere 1,0 € irgendwo und fass ihn nie an, bis zum Tag der Feststellung des Gewinns nach Steuern. Somit wirst Du ruhig schlafen, auch wenn es sicher das eine oder andere Mal finanziell eng werden wird.
  • Regel 4: Sammle alle Quittungen und Belege
    Gewinne eingrenzen und Steuern gegenrechnen lautet diese goldene Regel. Als Selbstständiger kannst Du jede Ausgabe, wie Tanken, Essen, Arbeitssachen und mit zugelassenen Tricks sogar begrenzt Lokalbesuche, einen Anzug oder Blumen als Geschäftsausgabe geltend machen. Die Möglichkeiten über Art und Umfang sollte Dir Dein Steuerberater erklären. Aber auch der braucht dafür jeden schriftlichen Nachweis.
  • Regel 5: Keine große Anschaffung direkt bezahlen.
    So blöd es sich anhört, so schwierig es sein und so unwohl, wie man sich dabei fühlen mag… Ab einer gewissen Höhe, z.B. Anschaffung einer Maschine oder eines Firmenfahrzeugs ist für Dich als Selbstständiger eine direkte Bezahlung unrentabel. Kurz erklärt, da ich später darauf intensiver eingehen werde: Die Maschine kostet 10-tausend Euro netto. Laut Finanzamt darf das Steuerbüro aber nur für diese Maschine 7000,00 € im Jahr rekursiv abschreiben. Heisst im Klartext: Du gibst auf einen Schlag 10000,00 € aus, musst aber zusätzlich 3000,00 € als Gewinn versteuern, obwohl Du dieses Geld ja eigentlich gar nicht mehr hast. Das sind im schlechtesten Fall fast 50% Verlust und Du bezahlst 1500,00 € an das Finanzamt. Geld, was Du zusätzlich erwirtschaften musst, weil Du eben nicht den vollen Betrag als gewinnmindernd ansetzen darfst.
    Bevor Du also eine große Anschaffung machst, rede vorab mit Deinem Steuerberater. Oft liegen bei einem Leasing oder einer Finanzierung die Zinsen unter dem Verlust der Gewinnversteuerung. Ausserdem bleibst Du „flüssig“ und hast genug Sicherheiten für alle anderen Ausgaben auf Deinem Konto.

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